
Taufkanne, f., Gießgefäß. s. Kirchengefäße. rium (s.d.). Hierzu ist theils ergänzend, theils berichtigend zu bemerken, daß die Taufe durch Uebergießung im 9. Jahrh. noch durchaus nicht allgemein eingeführt wurde (Räheres s. in d. Art. Taufstein) daß daher auch nicht so zeitig die Erbauung von Baptisterien aufhörte. Erhalten sind vom 4.—8. Jahrh. etwa 15 Baptisterien, aus dem 9. u. 10. Jahrh. etwa 8. Das Baptisterium zu Novara, Fig. 3313 u. 3314, gehört in seinen älteren Theilen der Zeit vor 417 an. Der Rundbogenfries aber und die über der unterrichtet wurden u das Bekenntnis ablegten. Wo dieser Raum fehlte, wurde dazu die Vorhalle der Kirche benutzt, keinesfalls aber durfte der Eingang zu den eigentlichen Taufraum, aula baptismalis, lumatum, griech. ποομ 3Hpa, durch die Kirche führen, die Nichtgetaufte nicht betreten durften.