taufe, wie gesagt, nur als Nothtaufe gestattet gewesen und dann per aspersionem, durch Bespritzung, ausgeübt worden, während die Taufe per immersionem die gewöhnliche war u. noch lange blieb. Die Taufe durch Begießung, per infusionem, wird zuerst um 810 erwähnt. Von 886 an wurde hier u. da, bald allgemeiner, in der Taufkirche außer dem großen Immersionsbecken noch ein kleineres aufgestellt, für die Kindertaufe per intusionem bestimmt. Erst im 10. Jahrh.wurde gestaktet, auch Neugeborene zu taufen. Erst gegen Ende des 12. Jahrh. wurde allen Pfarrern gestattet, die Taufe auszuüben, was vorher ein Vorrecht der Bischöfe und einzelner privilegirter Kirchen gewesen war; von da an also erst wurden in allen Pfarrkirchen 2. Caufbecken errichtet. Diese waren meist noch von Stein, höchst selten von Bronze, und hießen also mit Recht Taufstein, engl. vantstone, kontstone, lat. delubrum. 1311 erst gestattete das Konzil zu Ravenna die Taufe per inlusionem od. ablutionem, und noch 1578 wurde z. B. in Parma per immersionem getauft. Te also, die nach ihren stilistischen Formen älter sind als aus dem 12. Jahrh. und nicht bei oder in Kathedralen oder privilegirten Kirchen stehen, sind nicht ursprünglich als Te gearbeitet;— T.e aber, die älter wären als 886, giebt es überhaupt nicht. Schon im 9. Jahrh. stellte man in die Mitte des großen Immersionsbeckens eine Brüstung, meist im Grundriß als Vierblatt gestaltet, damit die die Taufhandlung ausübenden Geistlichen nicht naß wurden; wie dieselbe an diesen Standort gelangten, ist nicht bekannt. In einigen wenigen Fällen war schon früher etwas Aehnliches dadurch angestrebt worden, daß man die eine Seite der das große Becken umgebenden Brüstung einwärts halbkreisförmig krümmte. In den T. nun wurde schon im 10. Jahrh. hier und da, seit dem 11. häufiger ein Caufkübel, Grapen, frzcuvette, engl. basin, lat. Iuter, luteus, 7 bacile, von Metall eingestellt. Der Ständer selbst wurde von nun an nicht mehr stets aus Stein, sondern auch wohl 3. (dann richtiger Caufständer zu nennen) aus Holz od. Metall, in romanischer Zeit von vier⸗„ häufiger noch vieleckiger, 3 prismatischer, auch cylindrischer Gestalt, später pokalförmig als Taufkelch gestaltet, bestand also aus einem Fuß, franz. pédicule, trone, engl. stem, fust, und dem Caufinnerlich mit kesselartiger Vertiefung zur Aufnahme des Taufwassers oder zum Einsetzen des Taufbeckens, welches früher sehr tief war, später flacher wurde und nun auch Cansschüssel heißt. Es bekommt in der Mitte einen Nabel, d. h. eine erhöhte Scheibe zum Aufsetzen der Taufkanne; die Vertiefung, worin die Schüssel steht, wird bedeckt durch einen Deckel, Taufsteindeckel, m., frz. oouyerele, engl. cover, lat. custodia, operculum, der häufig in einen Baldachin ausläuft und am Gewölbe oder an einem über dem errichteten Baldachin, aedicula, ooοperculum, so aufgehängt ist, daß man ihn in die Höhe ziehen kann. Neben dem T. ist in katholischen Kirchen ein Sacrarium (. d.) anzubringen, sowie ein Armarium für die Taufgefäße etc. Ueber die Stellung s. d. Art. Kirche; in den miltelalterlichen Kirchen Englands stand er am Westende bei der südlichen Thüre.