Kaffeesurrogate sind geröstete vegetabilische Substanzen, welche teils wegen ihres geringern Preises, teils aus gesundheitlichen Rücksichten als Ersatzmittel des Kaffees benutzt werden. Sie unterscheiden sich sämtlich vom Kaffee durch das Fehlen des dem Kaffee eigentümlichen Stoffs, des Caffeins (s. d.), dem der Kaffee seine nervenbelebende, aber auch Blutwallungen erzeugende Eigenschaft verdankt, und es kann daher bei zu letztern neigenden Personen der Ersatz des Kaffees durch K. angezeigt erscheinen. Die wichtigsten K. sind: Cichorien ( d.), Eichelkaffee (s. unter Eicheln), geröstete Mohrrüben, geröstete Gerste und andere Cerealien und Wurzeln, Feigenkaffee u. dgl.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 5Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei