Kalisch (Ludw.), deutscher Schriftsteller, geb. 1814 in Lissa, lebte in Bingen und Mainz, wo er vor der Märzrevolution eine satirische Wochenschrift, die Rarrhallav, redigierte. Er nahm an der Revolution von 1849 als Regierungsmitglied der Pfalz teil, wurde zum Tode verurteilt und flüchtete sich nach London. Später ging er nach Paris, von wo aus er während langer Jahre für die „(Gartenlauber schrieb. Unter seinen Schriften sind zu nennen: Gebunden und ungebundeno (Münch. 1876) und «Pariser Skizzen» (Mainz 1881). K. starb 3. März 1882 zu Paris.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 30Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei