Kammerton ist der gegenwärtig sowohl in der Kirche als in der Konzert⸗ und Theatermusik ausschließlich herrschende Stimmgabel⸗ oder Normalton, nach welchem die Tonhöhe aller Instrumente, zum Zweck genauen Übereinkommens bei Musikaufführungen, reguliert wird. Der in älterer Zeit neben dem K. herrschende und etwa einen Ton höher als dieser stehende sog. Chorton n außer Gebrauch gekommen, denn auch die Orgel stimmt man in neuerer Zeit in den K. Allgemein als K. angenommen ist das eingestrichene a, von Scheibler auf 440 ule chwingungen in der Sekunde fixiert, welche Tonhöhe jedoch nicht allerorts dieselbe blieb und meistens unerträglich in die Höhe getrieben wurde (im wiener Orchester am Kärntnerthor bis zu 466). Deshalb machte sich eine Reaktion geltend, welche in Paris zu dem sog. Diapason normal mit 437,5 Schwingungen des eingestrichenen a führte und in den meisten Orchestern Aufnahme gefunden oder doch ähnliche Verbesserungen angeregt hat. (S. Kammermusik.)