Kaschelot, Cachalot oder gemeiner Pot fisch oder Potwal (Physeter macrocephalus) ist der Name eines walsischartigen Säugetiers von 17—20 m Länge, welches sich durch den ungeheuern Kopf auszeichnet, der etwa ein Drittel des ganzen Körpers ausmacht, und das sich durch 18—23 Zähne im Unterkiefer und den Mangel der Barten von dem Walfisch unterscheidet. Der K. ist oben schwarz, unten weißlich und über alle Meere verbreitet, vom 40. nördl. Br. bis zum 40. südl. Br., aber er schwimmt, den warmen Strömungen folgend, bis an die Pole. Er nährt sich hauptsächlich von Tintenfischen CCephalopoden). Die beiden Spritzlöcher befinden sich bei ihm am vordern Rande des Kopfes, und es wird durch dieselben das im Rachen sich ansammelnde Wasser in Säulen hervorgetrieben, h9 man auf offener See ziemlich eine geogr. Meile weit sehen kann. Engländer und Amerikaner machen auf den K. wegen des in seinem Kopfe be21 Walrats (s. d.) und auch wegen seines Thrans häufig Lahr Dieselbe gleicht der Walfischjagd, ist aber gefährlicher. Das Walrat, Spermaceti oder Cetine, von dem die Tiere auch Spermsische genannt werden, befindet sich in dem fast viereckigen Vorderteile des Körpers zwischen Spritzloch, Oberkiefer und Augen in einer großen, muldenförmigen, gleichsam vielkammerigen Vertiefung des Schädels, die von einer teilweise knorpeligen, harten Ausbreitung bedeckt ist. Das frisch halbflüssige, einer dünnen Salbe ähnliche und gelbliche Spermaceti wird erst in Europa durch müchten el Reinigung und Entfernung des beigemischten Ols zu der harten, glänzenden, weißen Masse gemacht, welche das Walrat des Handels bildet. Ein gewöhnlicher K. liefert zwölf große Fässer rohes Walrat, und außerdem gibt der seinen Körper umhüllende Speck noch Thran. Endlich stammt von dem K. auch noch die Ambra (s. d.) ab, welche an allen Küsten des Großen Oceans vom Meere ausgespült angetroffen wird. Diese Ambrastücke sind nichts anderes als Nieren⸗ und Blasensteine des Tiers. Die dicken, kegelförmigen Zähne werden als Elfenbein verarbeitet.