Kaufmann (Alexander), deutscher Dichter, geb. zu Bonn 15. Mai 1821, studierte daselbst die Rechte, mit Vorliebe jedoch mittelalterliche Litteratur und Geschichte, und veröffentlichte 1850 Cäsarius von Heisterbachv, eine Monographie (2. Aufl., Köln 1862). In Berlin setzte er seine Studien fort und ward 1850 Archivar des Fürsten Löwenstein zu Wertheim. Im J. 1857 vermählte er sich mit Mathilde Binder (pseudonym Amara George), Dichterin der Blüten der Nachtv (Lpz. 1856). Seine lebensfrischen Gedichter (Düsseld. 1852, mit Illustrationen von Vautier), Mainsageno (Aschaffenb. 1853), Unter den Rebeno (1872) machten ihn zu einem der beliebtesten Dichter des Rheinlandes. Im Verein mit seiner Gattin und Daumer gab er 1858 die Mythoterpep heraus.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 197Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei