Kaulbach (Herm.), Sohn des vorigen, Genremaler, geb. in München 26. Juli 1846, war daselbst Schüler Karl von Pilotys. Einige kleinere Werke, wie die Kinderbeichte, Ludwig XI., lenkten die Aufmerksamkeit auf ihn, noch mehr die schöne Komposition: Der sterbende Mozart. Unter seinen spätern Arbeiten hatten den bedentendsten Erfolg: Laß ab von der Liebe, Lucrezia Borgia vor Papst Alexander VI. tanzend (1882), der Morgen und Von Gott. Inzwischen entstanden die Kompositionen zu beliebten Opern und die Gustav Freytag-Galerie, die Narrenfreuden und Leiden der Vorzeit. Andere Gemälde aus den siebziger Jahren sind: Heimweh, die Turmfalken und stille Andacht. K.s wesentlicher Aufenthaltsort ist München.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 203Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei