FeedKaulen (Franz Philipp)
ReligionBrockhaus 1882

Kaulen (Franz Philipp), kath. Theolog, geb. 20. März 1827 zu Düsseldorf, besuchte das Gymnasium daselbst, studierte 1846 — 49 in Bonn und war seit 1850 Rektor in verschiedenen Gemeinden, bis er 1858 Repetent am theol. Konvikt zu Bonn wurde. Er habilitierte sich 1863 daselbst als Privatdocent und wurde 1876 Universitätsprediger, 1880 außerordentlicher und 1882 ord. Professor der Exegese und Pastoraltheologie. K. schrieb: «Institutiones linguae mandshuricaen (Regensb. 1856), »„Die Sprachverwirrung zu Babely (Mainz 1861), „Geschichte der Vulgatad (Mainz 1869), «Handbuch zur Vulgatav (Mainz 1870), (Einleitung in die Heilige Schrift Alten und Neuen Testaments v (Freiburg i. Br. 1876 fg.), «Assyrien und Babylonien nach den neuesten Entdeckungen » (2. Aufl., Freiburg i. Br. 1882). Auch wurde K. nach der Berufung Hergenröthers ins Kardinalskollegium nach Rom mit der von diesem begonnenen Neubearbeitung von Wetzer und Weltes Kirchenlexikon (Freiburg i. Br. 1880 fg.) betraut. HCHCF., bei naturwissenschaftlichen Namen Abkürzung für Kaulfuß (Georg Friedr.), Professor der Naturgeschichte in Halle, gest. 1830, verdient um die Farnkunde.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 204Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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