Keil (frz. coin, engl. wedge), ein aus widerstandsfähigem Material, meist Eisen oder Stahl, hergestelltes dreiseitiges Prisma, von dessen vier Hauptflächen zwei in einem spitzen Winkel zusammenlaufen. Je kleiner der Neigungswinkel dieser Flächen, desto größer ist das Verhältnis zwischen den zu überwindenden Widerständen und der in der Richtung der Mittelebene wirkenden Kraft. Der K. ist als Grundform aller Schneidwerkzeuge anzusehen; Axte und Messer, Scheren, Sägen, Hobel und Schaber, Bohrer und Fräser u. s. w. ergeben sich aus den verschiedenen Bewegungsarten eines schneidig zugeschärften K. Der scharfschneidige K. wird zum Spalten von Holz benutzt, in welchem Fall derselbe öfters mit einem hölzernen Stiel armiert ist, der, durch einen eisernen Ring verstärkt, die Schläge aufnimmt, mit denen diese Art K. eingetrieben zu werden pflegt. In der Maschinentechnik dient der K. einesteiks zur Verbindung von Konstruktionsteilen, z. B. von Achsen oder Wellen mit Rädern oder Riemenscheiben, andererseits zur Erzielung langsamer, genauer oder große Kraft erzeugender Bewegungen. Im erstern Fall, als Verbindungskeil, entbehrt er der Schneide und hat nur wenig Steigung er Deanseine Form ist je nach der Gestalt und der Beanspruchung der zu verbindenden Konstruktionsteile verschieden und die beiderseitige Vefelihang erfolgt mittels in den betreffenden Teilen angebrachter Nuten (Keilnuten, s. d.). Als Bewegungsorgan wird nißt, sind unter C aufzusuchen. der K., welcher dann als schiefe Ebene wirkt, z. B. bei Lagern zum Nachstellen derselben, bei Prägepressen zum Einstellen der Druckplatte, bei Olsamenpressen zur Erzeugung des Drucks angewendet.