Keil (Heinrich Gottfr. Theod.), Philolog, geb. 25. Mai 1822 in Gressow bei Wismar, besuchte das Gymnasium in Göttingen, machte seine philol. Studien in Göttingen und Bonn und wurde 18431 Lehrer an der königl. Realschule in Berlin. Von 1844 bis 1846 besuchte er die Bibliotheken Italiens, wurde 1847 Lehrer am Pädagogium in Halle und habilitierte sich daselbst als Privatdocent. Im J. 1855 als Oberlehrer an das Werdersche Gömnasium nach Berlin berufen, ging K. 1859 als ord. d Professor der Philologie nach Erlangen, 1869 gleicher Eigenschaft nach Halle. Außer seinen Ausgaben des Propertius und der Episteln des Plinius hat er sich um die röm. Philologie besonders durch die Herausgabe der „Grammatici latinis (7 Bde., Lpz. 1855—80 und durch die Bearbeitung M. Porci Catonis de agricultura libero, M. Terenti Varronis rerum rusticarum libri tres (Lpz. 1882 fg.) Verdienste erworben.