Keos, lat. Cea, neugrch. Tziä, eine der frucht barsten und bedeutendsten Cykladischen Inseln, 20 km südöstlich vom attischen Vorgebirge Sunium, besaß im Altertum vier Städte: Julis (an der Stelle der jetzigen Hauptstadt Tzia, die Heimat der griech. Dichter Bacchylides und Simonides, des Arztes Erasistratos und des Philosophen Ariston), Koresia, Karthäg und Poiessa; von allen vier sind noch überreste erhalten. Die Insel bildet jetzt mit einigen andern die Eparchie K. der griech. Nomarchie Cykladen und zählt auf 180 qkm gegen 6000 E., die Hauptstadt (1879) 4311 E.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 235Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei