Kyme, die älteste und bedeutendste unter den äolischen Städten Kleinasiens, an der Südseite des Elaitischen Meerbusens, ungefähr in der Mitte zwischen den Flüssen Kaikos und Hermos (bei dem jetzigen Namurtköi) gelegen, nach einer Tradition die Mutterstadt des weiter südlich gelegenen, ursprünglich ebenfalls äolischen Smyrna. Der Sage nach ist K. die Heimat des Vaters des Hesiod, und auch Homers Geburtsstadt wollte K. sein. Unter ihren nißt, sind unter C aufzusuchen. Bürgern verdient der Historiker Ephoros, der erste st Verfasser einer Universalgeschichte (um 340 v. Chr.),f Erwähnung. Wie andere Städte Kleinasiens wurde sie im J. 17 n. Chr. von einem furchtbaren Erdbeben heimgesucht. Eine zweite sehr alte, aber Hwieitis in Verfall f und Vergessenheit geratene Stadt K. lag auf der Ostküste der Insel Euböa an der Stelle des jetzigen Kumi, das noch den Namen und einige ganz ge-2 ringe Reste der alten Stadt bewahrt hat. Dies ft war ohne Zweifel die Mutterstadt des unteritalischen Cumä (s. d.), welches dann nach dem Verfall K.s sich als eine Kolonie von Challis betrachtete.