Kesselpauke, ein Schlaginstrument, das meist nur paarweise angewendet wird und bei großen Orchestern und einigen Kavallerieregimentern im Gebrauch ist. Es besteht aus einem kupfernen Kessel, über den ein Fell gespannt ist, das straffer oder schlaffer angezogen werden kann. Geschlagen werden die K. mit zwei Schlägeln, Stöckchen, die einen runden Lederknopf haben. Bei der Kavallerie werden die K. zu beiden Seiten des Paukenpferdes angebracht, sodaß der Paukenschläger sie mit beiden Händen schlagen kann. Die Zügel des Pferdes sind an den Steigbügeln befestigt, sodaß die Führung desselben lediglich durch die Schenkel erfolgen muß.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 248Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei