FeedKieselkalkstein
NaturlehreBrockhaus 1882

Kieselkalkstein (engl. siliceous limestone, frz. calcaire silicieux) ist ein dichter Kalkstein, gleichmäßig und oft in hohem Grade (bisweilen bis zu einer Beteiligung von fast 40 Proz.) von Kieselsäure durchdrungen, welche auch sehr häufig Nester, Adern und abgeplattete Nieren von Hornstein oder Chalcedon bildet. Die sehr fein zerteilte beigemengte Kieselsäure bleibt beim Behandeln mit Säuren als ein unlösliches Pulver zurück; ihre Gegenwart verursacht eine bedeutendere Härte, welche bis 6 steigt, und oftmals einen splitterigen Bruch; der meistens Süßwasserkonchylien enthaltende K. findet sich z. B. als Zwischenlager in dem Muschelkalk und Ktobsn Schwabens, in der Kreideformation von Klotzscha bei Dresden, namentlich aber als ein Glied der Tertiärformation in dem Becken von Paris (Gegend von St.-Ouen u. s. w.).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 266Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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