FeedKithäron
ErdkundeBrockhaus 1882

Kithäron, ein ausgedehnter, ziemlich rauher und einförmiger Gebirgszug im südlichsten Teile der griech. Landschaft Böotien, welcher auf eine bedeutende Strecke die Grenzscheide zwischen dieser und den Nachbarlandschaften Attika und Megaris bildet, jetzt nach den Tannenwaldungen, die einen beträchtlichen Teil seiner — —— bedecken, Elatiäs genannt; sein höchster Gipfel liegt 1410 müber dem Meeresspiegel. Er ist noch jetzt reich an Wild, wie schon das Altertum rühmte, ja die Sage wußte so-Den von einem kithäronischen Löwen zu berichten, en Herakles getötet haben sollte; auch war er ein Hauptsitz des Kultus des Dionysos, dem besonders die Frauen (als Mänades oder Thyiades) hier in wilder Ausgelassenheit, wie sie am stärksten in der Sage vom Pentheus hervortritt, Feste feierten.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 313Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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