Klaproth CHeinr. Jul.), Orientalist und Reisender, Sohn des vorigen, geb. zu Berlin 11. Okt. 1783, widmete sich dem Studium der asiat. Sprachen und besonders des Chinesischen mit großem Eifer. Nachdem er sich durch die Herausgabe des „Asiat. Magazinv (Weim. 1802 bekannt gemacht, wurde er Adjunkt an der Akademie für die asiat. Sprachen in Petersburg und erhielt den Auftrag, in den Ländern des Kaukasus seine Forschunen über die Stammvölker Asiens fortzusetzen. Früchte dieser Reise waren die Werke «Reise in den Kaukasus und Georgien in den J. 1807 und 1808⸗ (2Bde., Halle 1812—14; franz. mit vielen Zusätzen, Par. 1823) und «Archiv für die asiat. Litteratur, Geschichte und Sprachkunden (Bd. 1, Petersb. 1810). Im J. 1812 aus russ. Staatsdiensten entlassen, ging er 1814 nach Italien und 1815 nach Paris, wo er 1816 zum Professor der asiat. Sprachen ernannt wurde und 20. Aug. 1835 starb. Unter seinen vielen Schriften sind noch zu erwähnen: „(Geogr.⸗histor. Beschreibung des östl. Kaukasuso (Weim. 1814), „Beschreibung der russ. Provinzen zwischen dem Kaspisee und Schwarzen Meeren (Berl. 1814), die Umarbeitung und Herausgabe von Güldenstädts Reise nach Georgien und Imirethib (Berl. 1815), ferner das nd Mauust der chines. und mandschuischen Bücher und Manuskripte der königl. Bibliothek in Berlind (Par. 1822), Asia polyglottas (Par. 1823, nebst einem Sprachatlas), „Tableaux historiques de IAsieh (4 Bde., Par., mit Atlas), Mémoires relatifs à l'Asier (Par. 1834), 4«Collections d'antiquités égyptiennes mißt, sind unter C aufzusuchen. (Par. 1829), Examen critique des travaux du feu M. Champollion sur les hiéroglypheso (Par. 1832), endlich das für die Geschichte Japans wichtige Werk Apereu général des trois royaumes, traduit de l'originaljaponais-chinoiso (Par. 1833).