Klein (Joh. Friedr. Kar), hervorragender Mineralog, geb. 15. Aug. 1842 zu Hanau, besuchte die Schulen zu Frankfurt und Friedrichsdorf, bezog, um Landwirt zu werden, 1860 die Akademie Hohenheim, und trat darauf in die praktische Thätigkeit ein. Im J. 1865 brachte er seinen Entschluß, sich der Mineralogie und Geognosie zu widmen, zur Ausführung; er studierte bis 1866 in Tübingen, ging von da nach Heidelberg, wo er 1868 promovierte, 1869 sich habilitierte und 1874 außerord. Professor wurde; 1877 siedelte er als ord. Professor der Mineralogie nach Göttingen über. Außer zahlreichen Abhandlungen über einzelne Mineralien verfaßte er das vortreffliche Werk »Einleitung in die Krystallberechnung (Stuttg. 1876). Besonders hat er sich auch um die Kenntnis der Struktur bei den optisch-anomalen Krystallen (wie Boracit, Granat, Perowskit, Leucit) verdient gemacht. Von 1879 bis 1884 beteiligte er sich an der Redaction des Neuen Jahrbuchs für Mineralogie, Geologies u. s. w.