Klepsydra (grch.), Wasseruhr, im Altertum Name eines mit einem bestimmten Quantum Wasser gefüllten Gefäßes, welches unten so durchbohrt war, daß das Wasser in einer bestimmten Zeit abfloß. Sie wurde in Athen besonders bei den Gerichtsverhandlungen gebraucht, indem die Redner nach der K. die Länge ihres Vortrags einrichten mußten. In Rom wurde die K. zuerst 159 v. Chr. eingeführt und diente hier ebenfalls für die gerichtliche Praxis, sowie im Militärdienst zur Bestimmung der Nachtwachen.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 338Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei