Klotz (Christian Adolf), ein durch seine litterarischen Streitigkeiten mit Burmann und Lessing bekannter Gelehrter, geb. 13. Nov. 1738 zu Bischofswerda in der Lausitz, besuchte die Universitäten zu Leipzig und Jena, wurde 1762 außerord. und 1764 ord. Professor der Philosophie in Göttingen und folgte hierauf 1765 dem Rufe als Lehrer der Beredsamkeit nach Halle, wo er den Titel eines Geheimrats erhielt, aber schon 31. Dez. 1771 starb. Unter seinen Schriften sichern ihm außer seinen lat. Gedichten (Altenb. 1766) diejenigen, welche sich über Kritik und Erklärung der alten Schriftsteller oder über Gegenstände archäolog. Inhalts verbreiten, einen ehrenvollen Namen. Hierher zählen die Ausgaben des Tyrtäus (Brem. 1764; Altenb. 1767) und von Vida De arte poética v (Altenb. 1766), die Vindiciae Horatianaen (Brem. 1764), die (Lectiones Venusinaer (Lpz. 1771), die von Lessing rmißt, sind unter C aufzusuchen. 23* zum Teil zu scharf beurteilte Schrift Vom Nutzen geschnittener Steiner (Altenb. 1768) und eine große Anzahl von Abhandlungen, welche seine «Opuscula varii argumentio (Altenb. 1765) und die KOpuscula philologica et oratoria (Halle 1772) enthalten. Auch lieferte er zahlreiche Recensionen in die «Allgemeine deutsche Bibliotheko, gegen die er später durch Gründung seiner «Acta literaria) (7 Bde., Altenb. 1764—73) und seiner „Deutschen Bibliothek der schönen Wissenschaften»(Halle 1767 —71) eine ziemlich scharfe Opposition bildete. Einen fast nur polemischen und satirischen Zweck verfolgte er in dem „Genius saeculi (Altenb. 1760), in den „Ridicula literaria o (Altenb. 1762), in der Schrift De libris auctoribus suis fatalibuso (Opz. 1761) und in der «Bibliothek der elenden Skribenten » (7 Bde., Frankf. 1768—71). Sein gefährlichster Gegner wurde Lessing in den Briefen antiquar. Inhaltsv. Vgl. Hausen, Leben und Charakter K.» (Halle 1772); A. von Hagen, Briefe deutscher Gelehrten an K. (2 Tle., Halle 1773).