FeedKlosters
ErdkundeBrockhaus 1882

Klosters, Dorf und Pfarrgemeinde im Bezirk Oberlandquart des schweiz. Kantons Graubünden, liegt 1209 müber dem Meere, 26 km östlich von Chur im Prättigau, an der Landquart, und zählt (1880) 1499 meist prot. E., deren Hauptbeschäftigung die Alpwirtschaft ist. Das Dorf, das seinen Namen von dem 1528 aufgehobenen Prämonstratenserkloster St. Jakob erhalten hat, besteht aus den stattlichen Häusergruppen überm Bach, Dörfli, Platz (mit der alten St. Jakobskirche) und Bei der Bruck. Hoch und freundlich, mitten in einer großartigen Bergwelt gelegen, ist K. ein beliebter Luftkurort und Ausgangspunkt für alpine Exkursionen in die das Thal beherrschenden Gletscher des Silvrettagebietes. Mit der Station Landquart der Eisenbahn Rorschach— Chur ist es durch eine 33 Km lange Poststraße verbunden; in das Montavon (Vorarlberg) führen von K. aus das Schlappinajoch (2190 m) und das Garneirajoch (2460 m); ins Davos die 13 km lange Poststraße über St. Wolfgang (1633 m).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 355Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

Auf derselben Druckseite 3

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Erdkunde 6