Knut oder Kanut, der Große, König von Dänemark und England, ein Sohn des Königs Sven, der 1014 im Kampf um die Herrschaft in England starb, begann seine Thätigkeit mit der Fortsetzung dieses Kampfs. Der tapfere Widerstand des Königs Edmund Ironside bewog K. zu einem Teilungsvertrag, aber die Ermordung Edmunds, an welcher K. keine Schuld gehabt zu haben scheint, brachte ihm die Herrschaft über das ganze Land, welche er durch die Vermählung mit Ethelreds Witwe Emma befestigte. Hatte er anfangs in Härte und Grausamkeit es seinem Vater gleichgethan, so machte er von nun an durch eine feste und gerechte Regierung sein Andenken zu einem gesegneten und brachte das tiefzerrüttete Land zu friedlicher Ordnung und Wohlstand. Die «Huskerle, eine in strenger Disciplin gehaltene Garde, waren die Stütze seiner Herrschaft. Im J. 1026 machte er eine Pilgerfahrt nach Rom, war Ostern 1027 bei Konrads II. Kaiserkrönung zugegen und verband sich mit diesem gegen die Polen, wofür ihm die Mark zwischen Schlei und Eider überlassen wurde; seine Tochter Gunild wurde dem Thronerben Heinrich III. vermählt. Auch die Pommern, Ermländer und Samländer bezwang K. und gewann 1028 das Königreich Norwegen, aber nach seinem Tode (12. Nov. 1035) zerfiel seine Herrschaft rasch wieder.