Knut VI., König von Dänemark (1182—1202), Sohn Waldemars I. d. Gr., verweigerte nach seiner Thronbesteigung dem Kaiser Friedrich I. die Huldigung, zu welcher sich noch sein Vater verstanden hatte, und brachte die Fürsten Pommerns und Mecklenburgs in Abhängigkeit, sodaß er 1188 den Titel eines Königs der Dänen und Slawen annehmen konnte. Seinem Ziele, einer dän. Herrschaft über die Küsten der Ostsee, dienten die Missionen der Deutschen in den baltischen Ländern ebenso wie der 1198 ausbrechende Thronstreit im Deutschen Reiche, in welchem K. sich auf die Seite der Welfen stellte und mit überlegener Macht den Grafen von Holstein, Adolf von Schaumburg, angriff. Er zog 1200 die Dithmarschen zu sich herüber, gewann Rendsburg und Ratzeburg, und sein Bruder Waldemar nahm endlich 24. Dez. 1201 den Grafen in Hamburg gefangen. Um dieselbe Zeit verlobte er seine Schwester Helena mit dem Welfen Wilhelm von Lüneburg: sie wurde die Stammmutter des spätern welfischen Geschlechts. K. starb 12. Nov. 1202 und hinterließ die Krone seinem Bruder Waldemar II. 6. d.). Vgl. Usinger, «Deutsch-dänische Geschichte, 1189—12275 (Berl. 1873). nißt, sind unter C aufzusuchen.