Koch (Wilh. Daniel Jos.), verdienter Botaniker, geb. 5. März 1771 zu Kusel im Herzogtum Zweibrücken, besuchte das Gymnasium daselbst und studierte in Jena und Marburg Medizin, wandte sich daneben aber schon frühzeitig mit Vorliebe der Botanik zu. Im J. 1795 erhielt er das Physikat zu Trarbach und 1798 das von Kaiserslautern. Nachdem er diese Stellung lange Zeit bekleidet, folgte er 1824 einem Rufe als Professor der Medizin und Botanik nach Erlangen, wo er 14. Nov. 1849 starb. Während seines ärztlichen Wirkens in Kaiserslautern begann K. die Veröffentlichung einer Reihe von naturhistor. Arbeiten, von denen besonders „Entomologische Hefter (2 Hefte, Frankf. 1803), der (Catalogus plantarum florae Palatinaep (mit Ziz, Mainz 1814) und mehrere Monographien, wie z. B. De salicibus Europaeis Erlangen 1828) und De plantis labiatiso (Erlangen 1833), ihm einen geachteten Namen erwarben. Seine beiden Hauptwerke sind jedoch die aSynopsis florae Germanicae et Helveticaes (Frankf. 1835—37; 3. Aufl., Lpz. 1856; deutsch, Frankf. 1837—38; 2. Aufl., Lpz. 1846—47) und das «Taschenbuch der deutschen und schweiz. Florap (Lpz. 1844; 6. Aufl. 1865), welche sich durch Genauigkeit und Schärfe im deskriptiven Teile auszeichnen.