FeedKoch-Sternfeld
GeschichteBrockhaus 1882

Koch-Sternfeld (Joseph Ernst, Ritter von), verdienter Geschichtsforscher, geb. 1778 zu Mittersill im Oberprinzgau, wurde 1815 als Legationsrat an die Spitze des Bureaus für bayr. Statistik gestellt und gab die „Zeitschrift für Geschichte, Geographie und Topographie von Bayerno (8 Bde., Münch. 1816—17) heraus. Im J. 1816 ward er zum Kommissar bei der Grenzregulierung mit Osterreich ernannt, welche bis Ende 1842 währte. Später lebte er nur seinem litterarischen Berufe; er starb 29. Juni 1866 zu Tittmoning. Unter seinen Schriften sind hervorzuheben: Salzburg und Berchtesgadeno (2 Bde., Salzb. 1810), „Beiträge zur deutschen Länder⸗, Völker⸗, Sitten⸗ und Staatenlunder (2 Bde., Münch. 1825—26), Das Prädialprinzip; die Grundlage und Rettung der Ruralstaateno (Münch. 1833), Das geographische Clement im Welthandel mit besonderer Rücksicht auf die Donauv (Münch. 1843), «Das Reich der Longobarden in Italieno (Münch. 1839), Kulturhistorische Forschungen über die Alpeno (2 Abteil., Münch. 1851—52).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 393Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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