Kodein (Codeinum) CIs HaIIO3 I2 O, Bestandteil des Opiums, wird mit dem Morphin (s. d.) gemeinsam als Nebenprodukt gewonnen. Farblose oder weiße, oft deutlich oktasdrische Krystalle, die mit 80 Teilen Wasser eine bitter schmeckende, alkalisch reagierende Lösung geben. Beim Kochen mit Wasser schmilzt das K. zu klaren Tropfen, die beim Erkalten krystallinisch erstarren. Löst sich leicht in Alkohol, Ather und Chloroform, der Wa Petroleumäther. Die Krystalle geben in der Wärme ihr Wasser ab. Das wasserfreie K. schmilzt bei 155e. In konzentrierter Schwefelsäure löst es sich ohne sich zu färben; die Lösung wird aber auf Zusatz einer Spur von Eisenchlorid schön blau. Es findet Verwendung in der Medizin und wirkt dem Morphin ähnlich, nur milder, es verursacht ruhigen Schlaf ohne üble Nachwirkung. Maximale Einzelgabe 0,05, maximale Tagesgabe 0,2 (nach der Deutschen Pharmakopöe von 1882). [Hanf).