Kolbe (Karl Wilh.), vorzüglicher Maler, der Neffe des vorigen, geb. 7. März 1781 in Berlin, machte seine Studien im Zeichnen auf der dortigen Akademie unter Chodowiecki. Seine erste Komposition, eine Kreidezeichnung, die Schlacht bei Fehrbellin darstellend, erhielt 1796 den Preis. Das 1806 gemalte Bild: Albrecht Achilles in Nürnberg die Fahne erobernd, kam als Geschenk der Stadt Berlin bei der Vermählung der Prinzessin Luise von Preußen nach Holland. Mit Dähling lieferte er die Kartons zum Konzertsaale des Schauspielhauses in Berlin. Daneben vollendete er zahlreiche Olbilder, wie die Wasserfahrt, der Jäger in der Laube, Doge und Dogaressa (1816). In zehn Fenstern des Schlosses zu Marienburg malte er die Kämpfe und Siege des Deutschen Ordens. In Potsdam schmückte er den Marmorpalast mit Fresken aus der Nibelungensage. Fernere Olgemälde sind: die Fürstin auf die Falkenjagd ziehend, die Schlacht Ottos d. Gr. gegen die Hunnen, und ein Weinfest im Mittelalter. K. starb 8. April 1853 in Berlin.