Kollimation ist bei einem Meßinstrument vorhanden, wenn der abgelesene Wert mit dem wirklich zu ermittelnden vermöge der Stellung der maßgebenden Teile des Instruments zueinander übereinstimmen muß. Abweichungen hiervon, die zufolge Unrichtigkeiten in dieser Stellung auch dann eintreten müssen, wenn der Messende mit der größten Sorgfalt verfährt, heißen Kollimationsfehler. Ein solcher würde z. B. beim Stangenzirkel eintreten, wenn bei Einstellung des Nonius auf den Nullpunkt des Limbus nicht gleichzeitig die Spitzen des Instruments aneinander stießen; gewöhnlicher sind dieselben bei Kreisinstrumenten zum Messen von Horizontal⸗ und von Bertikalwinkeln, wo die Lage der optischen und mechan. Achse des Visierfernrohrs, die sog. Kollimationslinie, entscheidet. Bei Spiegelinstrumenten ergibt sich ein Kollimationsfehler, wenn beim Einstellen des Instruments auf Null und Anvisieren eines Objekts letzteres im unbelegten und belegten Teil des halbbelegten Spiegels nicht senkrecht übereinander erscheint.