Kompost (vom lat. compositum) oder Mengedünger nennt man jeden aus verschiedenen Stoffen zusammengesetzten Dünger, im besondern eine Vermischung von Erde mit organischen Substanzen. Der gewöhnliche K. besteht aus einer schichtenweisen Abwechselung von Stalldünger mit Erde. Abfälle aus Haus, Hof und Scheune, Unkraut, tierische überbleibsel, Kalk, Torferde, Teichschlamm, Asche u. dgl. zusammengesetzt, bilden gleichfalls einen kräftigen, wirksamen K. Der Mengedünger ist besonders wertvoll bei Mangel an Stalldünger, wirkt aber nicht so nachhaltig wie dieser. Als Regeln für seine Bereitung gelten: möglichste Gleichartigkeit der Masse, welche durch öfteres Umstechen erreicht wird; öfteres Begießen mit Jauche oder schwefelsäurehaltigem Wasser, überstreuen mit Gips; Vermeidung solcher Stoffe, welche den Acker später verunreinigen könnten; Wohlfeilheit der Zubereitung; endlich leichter Transport. Erde ist zu den meisten K. unerläßlich. Leicht und vorteilhaft ist die Kompostbereitung in Gärten. Hier liefern die beim Umgraben, beim Jäten, bei der Reinigung der Wege u. s. w. gewonnenen Abfälle brauchbares Material, welches mit Pferdedünger, Asche, Ruß, Sand, Straßenstaub, Kehricht u. s. w. vermengt, mit Mistjauche oder Urin begossen und jährlich etwa dreimal durchgearbeitet, mit der Zeit einen trefflichen K. abgibt. Der K. ist nicht eher als Gartenerde zu verwenden, bis die Zersetzung der organischen Substanzen beendet ist. Deshalb verlohnt es sich, mehrere, mindestens zwei Komposthaufen zu haben. Häufig werden diese mit Kürbissen, Braunkohl u. s. w. bepflant, durch welche Gewächse jedoch dem K. ein Teil seiner Nährstoffe entzogen wird.