Konrad der Rote, aus vornehmem Geschlecht, wurde 944 durch König Otto I., der ihm seine Tochter Liutgard zur Frau gab, Herzog von Lothringen und bewährte sich auch 951 auf dessen Conversations-Lexikon. 13. Aufl. X. erstem Zuge nach Italien, sodaß Otto ihn dort 952 als seinen Vertreter 1 Berengar II. zurückließ. Wahrscheinlich weil Otto seine Abmachungen mit letzterm nicht genehmigte, trat K. 953 mit dem ebenfalls unzufriedenen Sohne Ottos, Herzog Ludolf von Schwaben, in Verbindung zu offener Empörung, welche anfangs den König in große Gefahr brachte, bis K. im Juni 954 sich von Ludolf trennte und sich dem Kaiser unterwarf. Lothringen, welches Otto seinem Bruder Bruno, dem Erzbischof von Köln, verliehen hatte, verblieb diesem. Wenn K., wie es heißt, zu seiner Unterstützung die Magyaren herbeigerufen hatte, so zog er nun mit dem Könige zu ihrer Vertreibung aus und fiel in der Schlacht auf dem Lechfelde 9. Aug. 955. Seine Nachkommenschaft gelangte mit Konrad II. dem Salier auf den deutschen Thron.