Konrad der Große, Markgraf von Meißen (1123—56), war der Sohn des Grafen Thimo von Wettin, Markgrafen von Meißen, und um 1098 geboren. In der Fehde mit seinem Vetter, dem Markgrafen Heinrich dem Jüngern von Meißen, geriet er in Gefangenschaft und mußte nun bis zu dessen Tode auf dem Schlosse zu Kirchberg zubringen. Kaiser Lothar ernannte K. zum Nachfolger Heinrichs des Jüngern in der Markgrafschaft Meißen, den er zugleich beerbte. Ebenso folgte er 1136 dem Markgrafen Heinrich in dessen Erblanden und in der markgräfl. Würde in der Lausitz; auch erhielt er 1143 durch den Kaiser die Grafschaft Rochlitz. Seine Gemahlin Lukardis starb 1146, er selbst am 5. Febr. 1157, nachdem er zwei Monate zuvor als Mönch in das Peterskloster getreten, in welchem beide begraben wurden. Die Markgrafschaft Meißen erhielt nach ihm sein Sohn Otto der Reiche. Vgl. Schöttgen, «Geschichte K.s des Großen (Dresd. u. Lpz. 1745); Posse, DDie Markgrafen von Meißen bis zu K. dem Großeno (Lpz. 1881).