Konrad der Jüngere, Herzog von Schwaben, Kourad I., Erzbischof von Mainz (1161 1200), war der Bruder des Pfalzgrafen Otto von Bayern aus dem Hause Wittelsbach, welcher 1180 dort durch Kaiser Friedrich I. die Herzogswürde erhielt. Auch K. war durch unto 0 zu seiner Stellung befördert worden, trennte sich aber schon 1165 von ihm, weil er den von Friedrich bekämpften Papst Alexander III. für den rechtmäßigen hielt, und folgte letzterm nach Rom, wo er die Würde eines Kardinalbischofs der Sabina erhielt, während das mainzer Erzbistum ihm vom Kaiser wieder entzogen und dem bisherigen Reichskanzler Christian I. zugewendet wurde. K. wurde, als Papst und Kaiser 1177 zu Venedig Frieden schlossen, für den Verlust von Mainz mit dem Erzbistum Salzburg entschädigt, das er jedoch 1183 wieder 482 Konrad von Hochstaden (Erzbischof mit Mainz vertauschte, als man ihn dort nach dem Tode Christians zum zweiten mal wählte. Der Kaiser feierte bei ihm in Mainz das große Ritterfest des J. 1184, vertraute seiner Vermittelung in den neu ausbrechenden Streitigkeiten mit den Nachfolgern Alexanders III. und ließ durch ihn die Vorbereitungen zu seinem Kreuzzug treffen. K. befand sich 1197 an der Spitze des deutschen Kreuzheers im Heiligen Lande, kam 1199 nach Deutschland zurück und starb auf dem Rückweg von einer bald darauf unternommenen Reise nach Unarn 25. Okt. 1200 zu Riedfeld in Mittelfranken. Vgl. Will, «K. von Wittelsbache (Regensb. 1880).