FeedKooptieren (lat.)
Recht & StaatBrockhaus 1882

Kooptieren (lat.), hinzuwählen, besonders von Komitees u. s. w. gebraucht, die sich durch Wahl ergänzen oder verstärken; Kooptation, die Vornahme einer solchen Wahl. bordinaten eines Punktes heißen in der analytischen Geometrie zwei oder mehr zusammengehörige Größen, welche die Lage des Punktes bestimmen. Ein Punkt in einer Ebene wird durch seine Abstände von zwei sich schneidenden Geraden von bekannter Lage bestimmt, welche die Koordinatenachsen heißen und in der Regel senkrecht aufeinanderstehen. Die zur Messung der Abstände dienenden Linien oder sogenannten K. sind den Achsen parallel und heißen im letztern Falle rechtwinkelige K.; die eine Achse nennt man die der Abscissen, die andere die der Ordinaten, die Abstände von jener Ordinaten, die von dieser aber Abseissen. Der Durchschnittspunkt der Achsen heißt der Anfang der K. Auch kann die Lage eines Punktes in einer Ebene mittels einer gegebenen Linie und eines festen Punktes in derselben durch die Länge einer von jenem nach diesem gezogenen Geraden und den Winkel, welchen dieselbe mit der gegebenen Linie bildet, bestimmt werden; diese Bestimmungsstücke heißen polare K. des Punktes. Ein Punkt im Raume wird durch seine Abstände von drei sich durchschneidenden Ebenen, deren Lage als bekannt angesehen wird, bestimmt. Auch diese Ebenen, mit denen die K. parallel sind, stehen in der Regel senkrecht aufeinander. Ihr Durchschnittspunkt heißt der Anfang der K. Eine andere Art, die Lage eines Punktes im Raume zu bestimmen, ist die durch eine Linie und zwei Winkel, wobei eine Ebene, in derselben eine gerade Linie und in dieser ein Punkt als bekannt angesehen wer-Conversalions-Lexikon. 13 Aufl. X. den. Die Natur einer ebenen krummen Linie (von einfacher an heiden J. wird durch eine Gleichung zwischen den beiden K. eines ihrer Punkte, die Natur einer krummen Linie von doppelter Krümmung durch zwei Gleichungen zwischen den drei K., endlich die Natur einer Fläche durch eine Gleichung zwischen den drei K. eines ihrer Punkte bestimmt. Wenn man in der Gleichung einer Linie die Proportion der Koeffizienten verändert, so erhält man die Gleichung einer andern Linie. Daher heißen die Koeffizienten, insofern durch ihre Proportion die Gleichung und die Linie bestimmt wird, K. der Linie. Ebenso sind die K. einer Fläche zu verstehen.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 513Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

Auf derselben Druckseite 8

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Recht & Staat 6