FeedKöppen (Friedr.)
ReligionBrockhaus 1882

Köppen (Friedr.), deutscher Philosoph, geb. 21. April 1775 zu Lübeck, studierte in Jena und Göttingen Theologie und Philosophie. In Göttingen schrieb er seine Abhandlung über Offenbarung, in Bezug auf Kantsche und Fichtesche Philosophien (Lüb. 1797; neue Aufl. 1802) und kehrte dann nach seiner Vaterstadt zurück. Sein Freundschaftsverhältnis mit F. H. Jacobi veranlaßte sein polemisches Werk: „Schellings Lehre, oder das Ganze der Philosophie des absoluten Nichts v (Hamb. 1803). Im J. 1804 wurde er Prediger an der St. Ansgariikirche zu Bremen, 1807 Professor an der Universität Landshut, bei deren Aufhebung er 1827 nach Erlangen versetzt wurde. Hier starb er „in der Nacht vom 4. zum 5. Sept. 1858. Von Kis Schriften sind noch zu erwähnen: Darstellung des Wesens der Philosophiey (Nürnb. 1810), 182 7 des Christentums» (2 Bde., Lpz. 1815 —15; 2. Aufl. 1828), «Politik nach Platonischen Grundsätzeno (Lpz. 1818), «Rechtslehre nach Platonischen Grundsätzend (Lpz. 1819), 4Vertraute Briefe über Bücher und Welt» (2 Bde., Lpz. 1820 —23). Anonym erschien von ihm: «Philosophie der Philosophies (Hamb. u. Gotha 1840). K. geörte zu den wärmsten Vertretern der Jacobischen hilofophie; namentlich suchte er seine christl. Anschauung mit einem Platonismus in der Philosophie zu vereinigen. Koeppen (Karl Friedrich Albert), Lehrer des röm. Rechts, geb. 17. Dez. 1822 zu Goldberg in Mecklenburg-Schwerin, studierte 1842—46 in Berlin Rechtswissenschaft und habilitierte sich 1853 für röm. Recht in Jena. Im J. 1855 wurde er dort außerord. Professor, 1856 folgte er einem Ruf als ord. Professor des röm. Rechts nach Marburg, 1863 Herrer in gleicher Eigenschaft nach Würzburg. Bei der Neubegründung der Universität Straßburg 1872 wurde er als erster Pandektist an dieselbe berufen. Von seinen Schriften sind zu nennen: „Die Erbschaft. Eine civilistische Abhandlungo (Berl. 1856), «System des heutigen röm. Erbrechts» (2 Lfgn., unvollendet, Jena 1862 - 64), Der obligatorische Vertrag unter Abwesendeno (Jena 1871), «Der Fruchterwerb des bonae fidei possessory (Jena 187²2).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 523Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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