FeedKosel
ErdkundeBrockhaus 1882

Kosel, Kreisstadt und bis 1873 Festung im Regierungsbezirk Oppeln der preuß. Provinz Schlesien, an der Oder, in welche hier die Klodnitz und der Klodnitzkanal münden, Station der Linien Breslau-K., K.⸗Auschwitz, Frankenstein-K. und K.⸗ Oderberg der Preußischen Staatsbahnen, ist Sitz eines Landratsamts, eines Amtsgerichts und einer Oberförsterei, hat seit 1877 ein Landesgestüt und zählt (1880) 5030 meist kath. E. Die Stadt wurde nach der Eroberung Schlesiens durch Friedrich d. Gr. 1743 befestigt, 24. Mai 1745 von den Osterreichern erobert, denen es 6. Sept. 1745 wieder entrissen wurde, und 1758 und 1760 von den Osterreichern ohne Erfolg belagert. Auch 1807 wurde K. seit 23. Jan. von den Franzosen und Bayern belagert, vom Oberst von Neumann und nach dessen Tode (17. April) vom Oberst von uttkammer tapfer verteidigt, bis die Belagerung 17. Juli 1807 aufgehoben wurde. 9535 6. 8 Kosel zählt (1880) auf 675 qkm

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 550Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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