Krankenbett, die Lagerstätte für Schwerkranke und Verletzte; sie muß genügend lang und breit sein und aus einer Roßhaarmatratze, einem leinenen Betttuch und einer, im Winter auch zwei wollenen Decken bestehen, die im Sommer durch eine leichtere baumwollene Decke ersetzt werden können. Strohsäcke eignen sich durchaus nicht für ein K., da sie leicht modern und faulen, schwer von Ungeziefer freizuhalten sind und sehr viel Staub aufwirbeln. Auch Federbetten und Federpolster sind nicht zu empfehlen, da sie den Kranken übermäßig erhitzen und überdies schwer zu trocknen, zu reinigen und zu desinfizieren sind. Zum Schutz gegen Durchnässung dienen Unterlagen von Leinwand, Gummi oder Oltuch, zur Bequemlichkeit des Kranken Schlummerrollen, Luftkissen, ein am Fußende des Bettes oder an einer galgenartigen Vorrichtung angebrachter Strick mit Handhabe (um sich damit im Bett aufzurichten), sowie ein festes Kissen oder eine Fußbank am Fußende, um sich dagegen zu stemmen und dem Herabrutschen entgegenzuwirken. Das Umbetten Schwerkranker geschieht am besten durch zwei Personen, welche den Kranken von derselben Seite her erheben, indem die stärkere das Becken und die untern Extremitäten, die andere den Rücken und Kopf des Kranken unterstützt. Was gegen das sog. Auf⸗ oder Durchliegen (Decubitus) zu thun ist, s. unter Aufliegen.