Krause (Gottlob Adolf), Afrikareisender, geb. 5. Jan. 1850 zu Ockrilla bei Meißen, erhielt seine wissenschaftliche Vorbildung auf der Thomasschule zu Leipzig, nahm zuerst 1869 an der von Fräulein Tinne geleiteten Expedition nach Innerafrika teil, kehrte aber noch vor deren Ermordung nach Europa zurück und besuchte 1873 die Universität Leipzig. Ende der siebziger Jahre erhielt er eine Unterstützung seitens der Afrikanischen Gesellschaft in Deutschland, um das Gebirgsland der Tuarik Ahaggar und den Haussastaat Sokoto zu besuchen. Im J. 1883 wurde er von Dr. Emil Riebeck zu Halle a. S. an die Küste von Oberguineg entsendet, wo er von Lages aus vorbereitende Schritte zur Einleitung einer Niger-Benue-Expedition unternahm. Er veröffentlichte in den beiden ersten Heften der «Mitteilungen der Riebeckschen Nigerexpeditiono wertvolle ethnologisch-sprachwissenschaftliche Arbeiten: «Ein Beitrag zur Kenntnis der fulischen Sprache in Afrikav und Proben der Sprache von Ghat in der Sahara » (Lpz. 1884).