Kräuselkrankheit der Kartoffeln kennzeichnet sich zunächst dadurch, daß die befallenen Stauden nicht eine so frische grüne Farbe besitzen, wie die gesunden Pflanzen, daß ferner die Fiederblätter wenig gebogen und gefaltet und der gemeinsame Blattstiel zurückgebogen ist. Später bräunen sich die betreffenden Stellen und vertrocknen, wodurch das Wachstum der Pflanze und die Ausbildung der Knollen in hohem Grade geschädigt wird. Der K., welche (nach Reinkes und Bertholds Untersuchungen) durch einen Pilz, Verticillium albo-atrum, hervorgerufen wird, ist entgegenzuwirken durch Benutzung reinen, d. h. nicht infizierten Saatgutes und durch Verbrennen des auf dem Felde verbleibenden, die Conidien und Sclerotien des Pilzes tragenden Krautes.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 585Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei