Kreisprozeß oder Kreisvorgang nennt man in der Wärmelehre jede Reihe von Zustandsänderungen eines Körpers, welche denselben schließlich wieder in den Anfangszustand (auf dieselbe Temperatur, dasselbe spezifische Volumen und denselbenspezifischen Druck) zurückbringen. Die K. sind entweder umkehrbare oder nicht umkehrbare. Bei den erstern läßt sich die Reihe von Zustandsänderungen auch in entgegengesetzter Folge einhalten; bei den letztern aber nicht. Der umkehrbare K. sindet bei den thermodynamischen Maschinen (ealorischen und Dampfmaschinen) Anwendung.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 595Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei