Kufra oder Kufarah, Oasengruppe in der Mitte der Libyschen Wüste in Afrika, die zweitgrößte der Sahara, in 25 nördl. Br. und 40 östl. L. von Ferro, 570 Em südlich von Barka, 17818 akm groß, zuerst von Rohlfs 1879 besucht. Die Oase hat viele Palmbäume; schon in 1 bis 3 m Tiefe liegt eine Wasserschicht, welche auch Quellen speist. Sogar ausgedehnte Sümpfe sind vorhanden. Rohlfs hält die Bewohner für Nachkommen der Garamanten der Alten. Die Oase ist völlig unabhängig. Hauptort ist das Dorf Diof. Vgl. Rohlfs, Kufrav(Lpz. 1881).
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 652Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei