Kuilu oder Quillu, in seinem Oberlaufe Niadi genannt, Fluß an der Westküste Afrikas, welcher in 4 30“ südl. Br., 230 km nördlich von der Mündung des Congo, in das Atlantische Meer mündet. Savorgnan de Brazzas Reise 1882 hat bewiesen, daß das Thal des K. eine bequeme Eingangspforte ins Innere Afrikas bildet und besser bis zum Stanley-Pool am Congo zu passieren ist, als die Ufer des untern Congo selbst. Die internationale Congogesellschaft hat bereits mehrere Stationen am K. und seinen Nebenflüssen errichtet, wie am Niadi Philippeville, Stephanieville und Stanley-Niadi, am K. Frankville, Kitabi, Beaudoinville und an der Mündung Rudolfstadt. Vgl. Israel, Forschungsreise nördlich des Congo am Kwilu-Niadis (Berl. 1885). Kujawien, ein sehr fruchtbarer Landstrich an dem linken Ufer der Weichsel, gegenwärtig großenteils zum preuß. Regierungsbezirk Bromberg gehörig, mit den Städten Inowrazlaw und Brzesc, bildete, ehe es im 14. Jahrh. zu Polen kam, ein besonderes Fürstentum. Der Bischof von K., der in Wloclawek an der Weichsel residierte, hatte während der Vakanz des gnesener Erzbistums das Recht, den poln. König zu krönen und den Reichstag zu berufen, und hieß dann auch Interrex.