Zeuner (Gustav Anton), bedeutender Physiker, geb. 30. Nov. 1828 zu Chemnitz, studierte 1848—51 auf der Bergakademie Freiberg und redigierte nach mehrern Studienreisen von 1853 bis 1857 die neugegründete Zeitschrift »Civilingenieurs. Bei Errichtung des Eidgenössischen Polytechnikums in Zürich 1855 wurde er als Professor der Mechanik und theoretischen Maschinenlehre dorthin berufen, übernahm zugleich als Vorstand die Leitung der mechanischen Abteilung und war von 1859 bis 1865 stellvertretender Direktor, von 1865 bis 1868 Direktor der Anstalt. Im J. 1871 folgte er einem Rufe als erster ständiger Direktor der königl. Bergakademie Freiberg; 1873 wurde er zum Direktor des königl. olytechnikums in Dresden ernannt, erhielt daselbst zugleich die Professur für technische Mechanik und theoretische Maschinenlehre, führte jedoch von Dresden aus die Direktion der freiberger Akademie, die durch ihn eine vollständige und * Ungestaltung erfuhr, bis 1875 weiter. Von größern Werken Z.s sind hervorzuheben: „Die Schiebersteuerungeno (Freib. 1858; 4. Aufl., Lpz. 1874; auch in franz. und in zwei engl. Übersetzungen), Die Grundzüge der mechan. Wärmetheories (Lpz. 1860; 2. Aufl. 1866; neuer Abdruck desselben 1877, franz. übersetzung, Par. 1869), aliber das Wanken der Lokomotiveno (Zür. 1861), Das Lokomotivenblasrohro (Lpz. 1863), «Abhandlungen aus der mathem. Statistike (Lpz. 1869). eus, s. Jupiter. euß (Joh. Kaspar), azn Pogtendar Geschichts- und Sprachforscher, geb. zu Vogtendorf im bayr. Oberfranken 22. Juli 1806, besuchte das Lyceum in Bamberg und ging dann, um sich für das höhere Lehramt vorzubereiten, 1826 nach München. Hier benutzte er die Muße, die ihm ein Aufenthalt im gräfl. Montgelasschen Hause gewährte, zu geschichtlich-sprachlichen Untersuchungen über die europ. Urvölker, mit Studten der klassischen. Die Ergebnisse dieser Studien legte er in seinem ersten bedeutenden Werke, Die Deutschen und die Nachbarstämmer (Münch. 1837), nieder, welchem die gründliche Untersuchung über Die Herkunft der Bayern von den Markomannenv (Münch. 1839) folgte. Im J. 1839 als Professor der Geschichte an das Lyceum zu Speier versetzt, veröffentlichte er hier die Traditiones possessionesque Wizenburgensese (Speier 1842). Diesem Werke ließ er eine auf sorgfältigster Quellenforschung beruhende Arbeit über Die Freie Reichsstadt Speier vor ihrer Zerstörunge (Speier 1843) folgen. Im J. 1847 wurde er Professor am Lyceum zu Bamberg. Hier bearbeitete er die kCGrammatica Celticas (2 Bde., Lpz. 1853; 2. Aufl. von Ebel, Berl. 1868—71), welche der Ausgangspunkt für eine neue Epoche in der kelt. Sprach⸗ und Altertumsforschung wurde. Z. selbst starb, in Ruhestand verfetzt, 10. Nov. 1856 zu Vorstendorf bei Kronach in Oberfranken.