Kuttenberg (böhm. Hora Kutnä), Bergstadt im Königreich Böhmen, an der Hsterreichischen Nordwestbahn, Sitz eines Kreisgerichts, einer Bezirkshauptmannschaft, eines Bezirksgerichts und einer Berghauptmannschaft, zählt (1880) 13 154 C., hat eine Erzdechantei und mehrere Kirchen, darunter die schöne, aber unvollendete got. St. Barbarakirche (seit 1390), ferner ein Untergymnasium, eine Oberrealschule, eine Lehrerbildungsanstalt, Gewerbeschule, Ackerbauschule, Fortbildungsschule für Lehrlinge, ein Kloster der Ursulinerinnen und Fabriken für Kattun, Leder, Rübenzucker, Eisengießerei und Ackerbaugeräte. Sehenswert ist der „Wälsche Hofo, einst Residenz der böhm. Könige und Münzstätte, wo 1300 die ersten Silbergroschen geprägt wurden; ferner das Steinerne Haus (Rathaus) und die große Infanteriekaserne. Die 1237 entdeckten, ehemals sehr ergiebigen Silberminen, durch welche K. einst zu großer Blüte kam, wurden Ende des 18. Jahrh. aufgegeben, 1874 jedoch vom Staate wieder in Betrieb gesetzt. Vgl. Rehac, «K. und seine Umgebungo (Kuttenb. 1879).