Kutusow (Michail Larionowitsch Golenischtschew⸗), Fürst Smolenskij, russ. Feldmarschall, geb. 16. Sept. 1745, wurde in Straßburg erzogen und trat, 16 J. alt, in die Artillerie ein, machte i 1764—69 die Feldzüge in Polen mit und focht dann 1770 unter Rumjanzow gegen die Türken. f Er zeichnete sich namentlich bei Erstürmung der türk. Festung Schumla aus, trug später viel zur Bezwingung des Rebellen Pugatschew bei, wurde e 1784 Generalmajor und 1787 Generalgouverneur e in der Krim. Infolge einer Verwundung bei t Otschakow verlor er das rechte Auge. Rühmlich zeichnete er sich auch 1789 und 1790 unter Suworow im Türkenkriege aus. Hierauf zum Generallieutenant ernannt, schlug er die Türken 14. Juni 1 1791 bei Babadagh. Er wurde Generalgouverneur von Finland und Chef des Kadettenkorps in Petersburg, 1801 Generalgouverneur von Petersburg. Im Feldzug von 1805 erhielt er den Oberbefehl des 1. russ. Armeekorps gegen die Franzosen. Er führte dasselbe gegen den Inn, traf daselbst aber erst nach der Kapitulation von Ulm ein, worauf er das österr. Korps des Generals Kienmayer an sich zog und den Andrang des franz. Heeres aufhielt; auch siegte er 18. und 19. Nov. bei Dürenstein über den Marschall Mortier. Nachdem er sich mit den andern russ. Korps vereinigt, befehligte er unter Alexander das verbündete Heer 2. Dez. 1805 in der Schlacht von Austerlitz (s. d.), die gegen seinen Rat geliefert wurde. Von 1806 bis 1811 war er Generalgouverneur von Litauen und Kiew, übernahm 1811 den Oberbefehl gegen die Türken und schloß 28. Mai 1812 den Frieden zu Bukarest. über seine Leistungen im Kriege von 1812, in welchem er, von der Volksstimme 8 ruh. net, Barclay de Tolly im Oberbefehl des russ. Heeres ablöste, sind die Meinungen geteilt; doch endigte der Feldzug mit dem Untergange des franz. Heeres, und für seinen Sieg bei Smolensk (November) über Davoust und Ney erteilte ihm der Kaiser Alexander den Beinamen Smolenskij. Nachdem er noch aus Kalisch 25. März 1813 die Proklamation, in welcher er die Deutschen zum Kampfe aufrief, erlassen, starb er 28. April 1813 zu Bunzlau in Schlesien, wo ihm ein Denkmal errichtet ward. Auch vor der Isaakkirche in Petersburg befindet sich ein Standbild K.s. Eecta., bei naturwissenschaftlichen Namen Abkürzung für Kützing Rle Traug.).