Labärum hieß in der spätröm. Zeit die kaiserl. Hauptfahne des Heers; es war eine lange Lanze, von einem Querbalken durchschnitten, von welchem eine rotseidene oder purpurfarbene Fahne niederhing. In die letztere ließ Konstantin d. Gr. im Kriege gegen Maxentius (312 n. Chr.) das Zeichen des Kreuzes und das christl. Monogramm, d. h. die verschlungenen griech. Anfangsbuchstaben des Namens Christi (und P) 963 wozu er durch eine wunderbare Erscheinung des Kreuzes vor der Hauptschlacht bei Saxa Rubra vor Rom oder schon bei Eröffnung dieses Feldzugs bewogen worden sein soll.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 721Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei