Labillardière (Jacques Julien), Naturforscher und Reisender, geb. zu Alencon 28. Okt. 1755, studierte zu Montpellier Medizin, wandte sich aber später der Botanik allein zu. Er machte zuerst mehrere Reisen durch England, Frankreich und die Alpen, bereiste dann auf Kosten der franz. Regierung 1786 und 1787 Syrien und den Libanon und begleitete endlich als Botaniker die von d'Entrecasteaur kommandierte Expedition. L. sammelte auf diesen Reisen, zumal in Australien, ein sehr bedeutendes Herbarium. Nachdem er nach Des nnn zurückgekehrt, wurde er 1800 Mitglied des Instituts. L. starb in Paris 8. Jan. 1834. Man verdankt ihm außer vielen naturwissenschaftlichen Abhandlungen mehrere botan. Hauptwerke, wie Icones plantarum Syriae rariorumo (Par. 1791—1812), Novae Hollandiae plantarum specimen (2 Bde., Par. 1804—6), Relation du voyage à la recherche de Lapérouse, etc.v (2 Bde., Par. 1800), (Sertum Austro-Caledonicumo (2 Bde., Par. 1824—25).