Lakediven oder Lakkediven, richtiger Lakkadiwa (im Sanskrit Lakscha Dwipa, d. h. ein Lack oder 100000 Inseln), eine im Arabischen Meere im Norden der Malediven (s. d.), zwischen 71 und 74 östl. L. von Greenwich und von 10 bis 12 20˙ nördl. Br. der Westküste (Malabar) der Vorderindischen Halbinsel gegenüberliegende Gruppe kleiner, niedriger Koralleninseln und Korallenriffe, die bis vor wenigen Jahren der arab. Moplafamilie zu Kananur auf Malabar (1152“ nördl. Br.) unterthan waren. Gegenwärtig gehören die Inseln zum Distrikt Malabar der brit. Präsidentschaft Madras. Sie bestehen großenteils aus unfruchtbarem und unbewohntem Fels und werden wegen ihrer gefährlichen Riffe selten besucht. Die größte der Inseln, Kan-Rattea, hat nur 11 km Länge. Kokospalmen sind das Hauptprodukt der Inseln, deren Früchte und die sie einhüllenden Fasern (coir), eine kleine Betelnuß und Korallen die einzigen Gegenstände der Ausfuhr bilden. Man schätzt das Areal der Inseln auf 1927 qkm, die Bewohner auf 6800; letztere, Moplas genannt, sind arab. Ursprungs und Mohammedaner.