Landor (Walter Savage), engl. Schriftsteller, aus einer alten in Warwickshire angesessenen Familie, wurde 30. Jan. 1775 auf dem Stammsitz Ipsley-Court geboren und gab schon auf der Universität Orford 1795 ein Bändchen Gedichte heraus. Bei Ausbruch des span. Freiheitskriegs 1808 hob er auf eigene Kosten ein Truppenkorps aus, welches er Blake, dem Oberbefehlshaber von Galicien, zuführte. Bald darauf begab sich L. nach Frankreich, 1815 aber nach Italien, wo er seitdem meist zu Florenz lebte. Hier legte er die letzte Hand an seine Imaginary conversations of literary men and statesmeno, die 1824 in zwei (später in drei) Bänden herauskamen und wovon 1829 eine zweite Serie folgteldeutsche Auswahl von Oswald, Paderb. 1878). Sie enthalten neben manchen Paradoxen und Bizarrerien eine Fülle von tiefen und schönen Gedanken. Außer diesen«Gesprächeno hat man von L. noch das Gedicht „Gebirp (1798), das Trauerspiel Count Juliand (1812), den Briefwechsel Pericles and Aspasia (1836), Beiträge zum Examinero, lat. Gedichte, eine Sammlung von Gedichten unter dem Titel The last fruit off an old treeo (Lond. 1853), Heroic idyls and other poemso (Lond. 1863) etc. Er starb 17. Sept. 1864 zu Florenz. Vgl. Forster, Walter Savage L. A biographys (2 Bde., Lond. 1869). Eine Gesamtausgabe seiner Werke erschien als Walter Savage L.'s works and lifen (Bd. 1—7, Lond. 1876).