Lange (Joachim), Theolog und Philolog, geb. 26. Okt. 1670zu Gardelegen in der Altmark, studierte in Leipzig, Erfurt und Halle, kam 1696 als Rektor nach Köslin, ein Jahr darauf in gleicher Eigenschaft an das Friedrichswerdersche Gymnasium nach Berlin und 1709 als Professor der Theologie nach Halle, wo er 7. Mai 1744 starb. Sein Andenken wurde bei der Nachwelt weniger durch feine theol. und philos. Schriften fortgepflanzt, als vielmehr durch die von ihm herausgegebene „Lat. Grammatiko (zuerst Halle 1707) und Griech. Grammatiko (zuerst Halle 1705), die vorzugsweise unter dem Namen der Halleschen Grammatiken bekannt sind und von denen erstere über vierzigmal neu aufgelegt und in mehrere Sprachen übersetzt worden ist.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 798Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei