Lardner (Dionysius), berühmter Physiker und Mathematiker, geb. zu Dublin 3. April 1793, studierte in Cambridge und erwarb sich zuerst einen Namen durch die Werke Treatise on algebraical geometrys (Lond. 1823) und «On the differential and integral calculuso (Lond. 1825; 2. Aufl. 1828). Er faßte hierauf den Gedanken, eine Encyklopädie der Naturwissenschaften, Industrie, Kunst, Litteratur, Geschichte u. s. w. herauszugeben, an der namhafte Schriftsteller teilnahmen und wovon unter dem Titel 4L.'s Cyclopaediap 133 Bände erschienen. L. selbst schrieb dafür Abhandlungen über Mechanik, Hydrostatik, Geometrie, Arithmetik und (mit C. V. Walker) ein Manual of electricity, magnetism and meteorologyr (2 Bde.). Eine zweite Ausgabe dieses Werks ward 1853 veranstaltet. L. war zum Professor der Naturphilosophie und Astronomie an der londoner Universität ernannt worden, welches Amt er jedoch infolge eines skandalösen Prozesses verlor, den er sich 1840 durch die Entführung der Gattin eines Kapitäns Heaviside zuzog, wobei er zu einer Geldbuße von 8000 Pfd. St. verurteilt ward. Er wurde hierdurch veranlaßt, sich zuerst nach Paris und dann nach den Vereinigten Staaten zu wenden, kehrte indes später nach Europa zurück. Außer den Schriften Treatise on heato (Lond. 1844), 4On railway economyo (Lond. 1850) gab er noch ein umfassendes Handbook of natural philosophy and astronomyo (2. Aufl., 6 Bde., Lond. 1855) heraus. L. starb zu Neapel 29. April 1859.